Landraub ist der neue Kolonialismus – Flächenaufkauf in der Größe Westeuropas

Zürich, 18. März 2017 (ADN). Eine Fläche, die der Größe Westeuropas entspricht, wurde in den letzten Jahren von Staatskonzernen, Konsortien oder Pensionskassen weltweit aufgekauft. Darauf weist die in Zürich erscheinende Wochenzeitung „Zeit-Fragen“ in ihrer aktuellen Ausgabe hin. Bei den riesigen Territorien handele es sich meist um bestes Ackerland. Es werde zu Preisen verkauft, die für die Einheimischen unerschwinglich sind. 

„Konnten sich die Menschen in diesen Gebieten bisher mehr schlecht als recht von ihrer Ackerkrume ernähren, so werden sie nun – wenn es für sie gut kommt – von einer global agierenden Gesellschaft als Angestellte für einen Hungerlohn auf den neu entstehenden gigantischen Monokulturen arbeiten. Sie werden Spritzmitteln ausgesetzt, sie sind jederzeit kündbar und, neu, müssen sie sich ihre Nahrungsmittel kaufen. Die Böden sind ausgelaugt und zerstört, die Landschaft verwüstet. Es muss rentieren,“ beschreibt die Zeitung die Zustände. Sie werden herbeigeführt, in dem kurrupte Politiker Land unter der Hand verkaufen oder solchen Landraub zulassen.

Nicht nur die Betroffenen selbst fragten sich, wo denn die internationalen Instanzen sind, die diesem Treiben ein Ende setzen. Das Problem des „Land grabbings“ wäre ein weites Feld für einen noch einzurichtenden unabhängigen internationalen Strafgerichtshofs gegen modernen Kolonialismus, Ausbeutung, Verarmung der Bewohner und Zerstörung der Biosphäre. ++ (mr/mgn/18.03.17 – 073)

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