Mediale Hatz auf Verleger

Berlin/Leipzig, 11. März 2020 (ADN). „Wie kann es eigentlich sein, dass ein Ossi mehr erreicht hat, als Hartz IV zu empfangen und viel Bier zu trinken.“ Diese zugespitzte Frage stellt der neue Verleger und Eigentümer der „Berliner Zeitung“ Holger Friedrich in einem am Mittwoch publizierten Video-Interview der MedienTage Mitteldeutschland (MTM). Sie schwinge in den vielen negativen Berichten mit, die über Ostdeutschland veröffentlicht wurden und werden. Er wundere sich, dass die Kritik an ihm wegen des Kaufs des Verlagshauses im vergangenen Jahr plötzlich immer lauter geworden ist. „Wir haben keine andere Chance, als den Laden erfolgreich zu machen.“ Die unbegründet konfrontative Haltung gleicht einer medialen Hatz auf die neuen Inhaber des Verlages. ++ (me/mgn/11.03.20 – 071)

http://www.adn46.wordpress.com, http://www.adn1946.wordpress.com, e-mail: adn1946@gmail.com, Redaktion: Matthias Günkel (mgn), adn-nachrichtenagentur, SMAD-Lizenz-nr. 101 v. 10.10.46

Erneuter Schritt medialer Konzentration – Verlag DuMont eröffnet neue Verlagszentrale

Berlin, 15. September 2017 (ADN). Der Verlag DuMont hat in Berlin-Mitte sein neues Verlagsgebäude eröffnet und damit einen weiteren Schritt medialer Konzentration in Deutschland vollzogen. In einer doppelseitigen Bildreportage vermittelt am Freitag die „Berliner Zeitung“, die zu dem Verlag gehört und deren Redaktion im Zuge der Fusion mit der des „Berliner Kurier“ zusammengelegt worden ist, Eindrücke über die Festveranstaltung. In den Wochen zuvor sind am ehemaligen traditionsreichen Sitz der „Berliner Zeitung“ am Alexanderplatz bereits die ersten deutlichen Zeichen zu Stilllegung und Abriss des alten Verlagsgebäudes gesetzt worden. Die Inschrift „Berliner Zeitung“ wurde vom Dach abmontiert und die stets rotierende Werbesäule mit der Leuchtschrift der bekannten Titeln des Berliner Verlages wurde zum Stillstand gebracht.

Mit den fusionierten Nachrichtenredaktionen, in die auch die der „Frankfurter Rundschau“ einbezogen ist, folgt der Verlag DuMont anderen deutschen Großverlagen. So haben die Madsack-Verlagsgruppe mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland und die Funke-Mediengruppe bereits Medienzentralen installiert, die eine deutliche Beeinträchtigung der Pressevielfalt befürchten lassen und zunehmender medialer Armut  vor allem im Printbereich Vorschub leisten.  ++ (me/mgn/15.09.17 – 259)

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