Ecuadors Ex-Wirtschaftsminister propagiert alternative Finanzmodelle für Lateinamerika

Leipzig, 17. November 2017 (ADN). Das anglo-amerikanische Weltfinanzsystem versucht den Globus zu umklammern. Derzeit besetzt dieses System Europa und versucht Lateinamerika wieder zu erobern. Das sagte der ehemalige Wirtschaftsminister Ecuadors und der Beauftragte Ecuadors zur Entwicklung einer neuen Finanzarchitektur für Lateinamerika, Pedro Paez, am Freitag bei einer Veranstaltung der Organisation attac in Leipzig. Sein Land, Venezuela und Argentinien befänden sich gegenwärtig verstärkt im Visier. Dabei sei eine Menge Korruption im Spiel.

Der zu den einflussreichsten Ökonomen Südamerkas gezählte Paez erläuterte Strategien, um dem wirksam zu begegnen. Ansätze eines alternativen Währungs- und Finanzsystems, die in Lateinamerika erprobt wurden, zählen dazu. Durch eine gemeinsame Währung wie den „Sucre“ und die neue internationale Banco del Sur soll die Dominanz des US-Dollars gebrochen werden. Zum US-dominierten Freihandelsplatz für Gesamtamerika (ALCA) soll ALBA als Gegenprojekt aufgebaut werden. Das ist die „Bolivarische Allianz für die Völker Amerikas“. Die Linksregierungen in Lateinamerika wollen damit eine Abkehr von der weltweit herrschenden neoliberalen Politik eröffnen und sich mit alternativen Modellen und strukturen aus der Abhängigkeit der westlichen Industrieländer befreien. ++ (la/mgn/17.11.17 – 322)

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