Asien übernimmt planetare Regie vom Westen

Zürich, 11. Oktober 2019 (ADN). Kishore Mahbubani registriert das Ende der westlichen Dominanz und die Rückkehr Asiens auf die politische Weltbühne. Auf diese Festellung des Politikprofessors aus Singapour, der jahrelang als Diplomat für sein Land tätig war, macht Karl Müller in der aktuellen Ausgabe der schweizerischen Wochenzeitung „Zeit-Fragen“ aufmerksam. Mahbubani kritisiere den Westen und dessen noch ungebrochenes, aber nicht mehr realistisches Dominanzverhalten in Weltpolitik und -wirtschaft gegenüber einem nicht mehr zu leugnenden Aufstieg asiatischer Staaten. Asien übernimmt die planetare Regie vom Westen – still und leise auf samtenen Pfoten. ++ (wp(mgn/11.10.19 – 287)

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Russland und China kooperieren auf dem Weg der „Neuen Seidenstraße“

Moskau, 11. November 2017 (ADN). Mit dem „Schwenk nach Osten“ im Zuge der Ukrainekrise nähert sich Russland an China strategisch an.  Die Volksrepublik sich nicht an den Wirtschaftssanktionen und liefert dringend benötigte Güter. Das teilt die jüngste Ausgabe des Informationsdienstes „Ostwirtschaftsreport“ aus Moskau mit. Russland sei als Transitkorridor zwischen Europa und Asien fester Bestandteil der neuen Seidenstraße. Großprojekte im Energiesektor siganalisierten eine langfristige Partnerschaft.  China sei inzwischen Russlands Handelspartner Nummer 1. In den ersten drei Quartalen dieses Jahres sei der bilaterale Handel um 22,4 Prozent auf 55,2 Milliarden Euro gestiegen. Bis Jahresende erwarte das russische Wirtschaftsministerium ein Volumen von 72 Milliarden Euro. Bis zum Jahr 2020 werde mit einer Verdopplung auf 180 Milliarden Euro gerechnet. Auf dem östlichen Wirtschaftsforum in Wladiwostok Anfang September wurden Investitionsverträge im Umfang von fünf Milliarden Euro unterzeichnet.

Im Juli dieses Jahres war der 9,1 Milliarden Euro schwere Investitions- und Kooperationsfonds zur Finanzierung gemeinsamer Projekte der neuen Seidenstraßen-Initiative und der Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU) gegründet worden. Die beiden Länder haben ein Memorandum zur Entwicklung der Transportkorridore Primorje 1 und Primorje 2 unterzeichnet. Dabei steht im Mittelpunkt, den Nordosten Chinas mit dem Fernen Osten Russlands zu verbinden.  Mit dem Transit chinesischer Produkte über russisches Gebiet zum Freihafen Wladiwostok verkürzt sich der Transportweg um 500 Kilometer und die Logistikkosten sinken um 40 Prozent. Die Investitionskosten für die beiden Korridore belaufen sich auf 4,4 Milliarden Euro. 

Der Informationsdienst erläutert weitere umfangreiche russisch-chinesische Kooperationsprojekte der Energiewirtschaft, des Verkehrswesens und der chemischen Industrie. Auch in der Luftfahrt planen beide Staaten Großvorhaben. So soll einen gemeinsames Langstreckenflugzeug entwickelt und gebaut werden. Unter dem Namen CR 929 wird es im Jahr 2025 auf den Markt kommen. Die Bauteile werden in Russland produziert und dann in China montiert. Der Projektumfang beträgt 11,8 Milliarden Euro. Vorgesehen ist desweiteren, gemeinsam Hubschrauber für den militärischen und zivilen Einsatz zu entwickeln und zu bauen. Anvisiert wird ein Fabrikat mit einer Reichweite von 630 Kilometern und einer Beförderungskapazität von 38 Tonnen Last. ++ (ru/mgn/11.11.17 – 316)

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Schweden richtet Agentur gegen Rassismus ein

Stockholm, 27. März 2016 (ADN). Eine neue schwedische Agentur gegen Rassentrennung soll entstehen. Das meldet der TV-Nachrichtenkanal Russia Today (RT) am Montag aus Stockholm. Nach den Worten des Ministerpräsidenten sei damit beabsichtigt, ein Ende von Schießereien, Autobränden und Drogenhandel zu erreichen. Als Vorbild diene Asien, speziell Singapour. Als besonders empfindlich gelten in dem skandinavischen Land die sozialen Brennpunkte in Großstädten.

Behördenchef soll der derzeitige Leiter der schwedischen Mieterunion werden. Er habe einer Pressemitteilung des schwedischen Ministers für politische Koordination das nötige Wissen über Kommunen und politik, verstehe die Beziehung zwischen national und regional. Das Programm, das bis 2025 läuft, hat als Schwerpunkte die Bereiche Kriminalität, Langzeitarbeitslosigkeit, Schulen, soziale Sicherheit und Wohnraumbewirtschaftung. ++ (so/mgn/27.03.17 – 086)

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„Die Globalisierung ist tot“ – Politökonomische Reminiszenz aus Bolivien

La Paz/Mexico-City/Havanna, 25. Januar 2017 (ADN). „Die Globalisierung ist tot.“ Das bilanziert Boliviens Vizepräsident Alvaro Garcia Linera nach einem bis zu 500 Jahre zurückreichenden Blick auf die wirtschaftliche Entwicklung des Planeten Erde. Ursprünglich dem mexikanischen Medium „La Jornada“ entnommen gelangte der lesenswerte Pressebeitrag über das Nachrichtenportal Cubadebate.cu nunmehr in den Blog amerika21.de und bietet eine interessante Sichtweise aus dem Blickwinkel der südlichen Hemisphäre auf das aktuelle Geschehen der nördlichen Halbkugel. Nach den Worten von Linera bricht alles zur großen Verblüffung der „globophilen“ Eliten des Planeten in sich zusammen, was durch die jüngsten Ereignisse wie den Brexit und den Trump’schen Protektionismus anschaulich dokumentiert werde.

Der bolivianische Politiker und Soziologe erläutert seine Feststellung mit ausladenden Argumenten bis hin zum geistigen Rüstzeug des Marxismus. „Es war Karl Marx, der mit der Untersuchung der geographischen Dimension des Kapitalismus begann. Seine Diskussion mit dem Wirtschaftswissenschaftler Friedrich List im Jahr 1847 über den nationalen Kapitalismus und seine Überlegungen zu den Auswirkungen der Entdeckung von Goldvorkommen in Kalifornien auf den transpazifischen Handel mit Asien zeichnen ihn als den ersten und sorgfältigsten Erforscher der wirtschaftlichen Globalisierungsprozesse des kapitalistischen Systems aus“, führt Linera weitschweifig aus. Donald Trump sei nicht der Scharfrichter der siegessicheren Ideologie des freien Unternehmertums, sondern dessen Gerichtsmediziner, der dessen heimliches Dahinscheiden offiziell bestätigt. Das Straucheln der vor 170 einer umfassenden Analyse unterzogenen Globalisierung sei dabei erstmals Anfang des 21. Jahrhunderts in Lateinamerika zu spüren gewesen, schließt der Autor seine politökonomische Reminiszenz. ++ (gl/mgn/25.01.17 – 025)

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Gemeinsame russisch-chinesische Seemanöver angekündigt

Moskau/Peking, 29. Juli 2016 (ADN). Russland und China werden im September gemeinsame Seemanöver absolvieren. Darüber berichtet der Nachrichtenkanal RT Deutsch am Freitag. Unter Hinweis auf den Sprecher des chinesischen Verteidigungsministeriums, Yang Yujin, dienen die militärischen Übungen der strategischen Partnerschaft beider Staaten. „Die Übungen sind nicht gegen Drittländer gerichtet“, so der Vertreter des Pekinger Ministeriums. Dennoch stünden sie im Kontext des bestehenden Spannungsfeldes zwischen vielen Ländern der Region im südostasiatischen Raum.

RT Deutsch verweist auf ein Gespräch mit dem politischenAnalysten Pepe Escobar, der einen Zusammenhang mit den Bemühungen der USA um mehr Einfluss in Asien knüpft. Die US-Amerikaner hätten nicht einmal das UN-Seerechtabkommen unterzeichnet. Die maritimen Probleme in Südostasien seien jedoch Angelegenheiten, die nur die Länder der Region etwas angehen. ++ (mi/mgn/29.07.16 – 203)

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Neuer Sonderforschungsbereich „Macht und Herrschaft“

Bonn, 23. Juni 2016 (ADN). Der Bewilligungsausschuss der  Deutschen Forschungsgemeinschaft hat die Förderung von zwei neuen Sonderforschungsbereichen (SFB) ab Juli dieses Jahres beschlossen. Eines der in den nächsten vier Jahren begünstigten Forschungsfelder steht unter dem Titel „Macht und Herrschaft“. Phänomene dieser beiden Aspekte werden im Vordergrund der an der Universität Bonn verorteten wissenschaftlichen Arbeit stehen. Die Forscher beleuchten insbesondere die Zeit der Vormoderne vor dem Jahr 1800 in Asien, Europa und im nördlichen Afrika. Nach den Worten des SFB-Leiters dieses Vorhabens, Prof. Matthias Becher, geht bei den Untersuchungen beispielsweise um das Verhältnis von Konflikt und Konsens der herrschenden Eliten in historischen Abschnitten, in denen das Volk nicht einbezogen war und als Gefolgschaft zu funktionieren hatte. In Deutschlang sei in diesen Phasen der Geschichte die Herrschaft dezentral organisiert gewesen. Dagegen habe es in Japan bis zum 10. Jahrhundert ein zentrales Reich gegeben, das sich dann auflöste. Diesbezüglich wird ein Japanologe die Schlüsselposition der Agrarpolitik analysieren. Ermunterungen zum Ackerbau und Untersuchungen zu Bewässerungssystemen spielten im damaligen Japan eine zentrale Rolle. Auch den Einfluss von Ratgebern und von Herrschergemahlinnen soll beleuchtet werden. Vorgesehen ist auch, ein Spiegelbild der seinerzeitigen Herrschaftsverhältnisse in Architektur und Kunstgeschichte  zu formen. ++ (ge/mgn/23.06.16 – 168)

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