Staatsfernsehen nicht mit der DDR untergegangen

Frankfurt am Main, 17. Mai 2017 (ADN). Das Staatsfernsehen ist nicht mit der DDR untergegangen. Dass der Vorwurf im Raum steht, erläutert eindrucksvoll und ausführlich am Beispiel der Sendung „hart aber fair“ im ARD-Programm zu Beginn dieser Woche  Alexander Wallasch auf dem Nachrichtenportal http://www.tichyseinblick.de. Ihn zu entkräften, werde für Moderator Frank Plasberg erforderlich sein. „Jagen Sie aufeinander, wem der Wille zur Kontroverse verweigert wird“, beschwört der Autor den prominenten ARD-Mitarbeiter.

Dass die Lage beim Zweiten Deutschen Fernsehen (ZDF) nicht besser ist, hatte vor rund einem Jahr bereits der Spiegel-Journalist Jan Fleischhauer in einer Kolumne ausgebreitet. Das ZDF weise immer weit von sich, „Staatsfernsehen zu sein.“ dabei zeige ein Blick auf die Gründungsgeschichte, dass das ZDF einst genauso konzipiert war. Schon die ersten Pläne seien auf Protest gestoßen. damals handelte es sich um Schriftsteller und Künstler, die in einer Resolution zum Boykott des „Regierungsfernsehens“ aufriefen.

Heute tue das eine einfache Metallarbeiterin aus dem thüringischen Städtchen Geisa. „Die Heldin der Bewegung ist die 46jährige Sieglinde Baumert, die lieber Erzwingungshaft ertrug, als ein Abrechnungssytem zu unterstützen, das sie für verfassungswidrig hält. Seit sie zwischen ihren Schichten auf die Doktorarbeit ‚Reform der Rundfunkfinanzierung in Deutschland‘ stieß, die als Standardwerk der Gebührengegner gilt, lässt sie der Gedanke nicht mehr ruhen, dass sie sich mitschuldig macht, wenn sie ihren Beitrag entrichtet“. Sie könne, eigenen Worten zufolge, nicht verantworten, diesen Rundfunk mitzufinanzieren. Im Übrigen nutzt sie diese auf Zwang und einem völlig absurden Finanzierungssystem ruhenden Sender gar nicht, weil sie kein Radio- und Fernsehgerät hat. Für ihre Überzeugung nahm Baumert 61 Tage Gefängnis und den Verlust ihres Arbeitsplatzes hin. Was die Glaubensstärke angehe, könne es der GEZ-Rebell locker mit jedem Castor-Gegner aufnehmen. ++ (me/mgn/138)

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„Flüchtlinge“ heißen plötzlich „Zuwanderer“

Frankfurt am Main, 22. April 2017 (ADN). „Was ist das denn nun plötzlich ? ‚Flüchtlinge‘ heißen ‚Zuwanderer‘, Zuwanderer-Kriminalität ist kein Tabu-Thema mehr, Demokratie ist nicht mehr nur die Macht- und Pöstchenverteilung unter Freunden, zwischen Merkel und Kumpel Schulz, und linke und grüne Ausgrenzungspolitik wird immer mehr als schädlich für unsere angestammten demokratischen Werte und Rechte.“ Das schreibt Alexander Wallasch am Sonnabend auf dem Portal tichyseinblick.de und fragt sich, ob frischer Wind die Redaktionsstuben durchweht oder ob nur die pure Angst angesichts sinkender Verkaufszahlen an diese misstrauisch beäugten Redlichkeitsurmen treibt.

Dazu gebe es nur drei Lesarten: Entweder haben sich die Medien besonnen und kehren zurück zu einem Minimalkonsens, was ihr verschütt gegangenes Berufsethos betrifft. Zweitens, man ist so sehr mit dem politischen Berlin verstrickt, dass man den Kurs der kritischen Annäherung an den Wählerwillen bis zur Bundestagswahl gewillt ist mitzugehen. Drittens man ängstigt sich auf einmal vor dem Dämon, den man rief, um die lästigen neuen Mitbewerber auf dem Online-Markt zu diskreditieren, der „Fake-News-Kampagne“, deren Opfer man selbst fürchtet, werden zu können, wie die aktuelle Kehrtwende der „ZEIT“ eindrucksvoll belegen könnte. Es könnte einer Melange aller drei Varianten sein, schlussfolgert der Autor. ++ (me/mgn/22.04.17 – 112)

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