Journalistenpreis abgelehnt

Berlin, 1. Oktober 2018 (ADN). Die freie Journalistin Laura Meschede hat den von einer großen Bank gesponserten Helmut-Schmidt-Journalistenpreis abgelehnt. Über ihre Motive sprach sie am Montag im Deutschlandfunk. Sie wolle sich bei einer PR-Veranstaltung nicht von der ING DIBa-Bank auszeichnen lassen. Journalisten sollten sich nicht auf diese Weise auf die Seite von Banken und Politik stellen. Kritischer Journalismus habe die Aufgabe, das Establishment, die herrschende Politik und das vorherrschende Wirtschaftssystem mit Distanz unter die Lupe zu nehmen. Insofern könne man sich von diesen Strukturen nicht auch noch auszeichnen lassen.

Meschede sagte in ihrer Ablehnungsrede: „Wenn ich darüber schreibe, dass die Zukunft der Arbeit für tausende Menschen bedeuten wird, dass ihr Leben noch schlechter werden wird, als es sowieso schon ist, wenn wir dieses Wirtschaftssystem erhalten, dann kann ich nicht danach auf einer Veranstaltung mit den Vertretern ebendieser Politik und ebendieses Systems nett darüber plauschen. Sonst spiele ich genau dieses Spiel mit.“ ++ (me/mgn/01.10.18 – 254)

http://www.adn46.wordpress.com, http://www.adn1946.wordpress.com, e-mail: adn1946@gmail.com, Redaktion: Matthias Günkel (mgn), adn-nachrichtenagentur, SMAD-Lizenz-Nr. 191 v. 10.10.46

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