Verschieben und Vernichten von Kulturstätten

Berlin, 28. Dezember 2017 (ADN). Wie Kultur nicht nur zur Verschiebemasse, sondern sogar zur Vernichtungsmasse wird, beweisen dieser Tage erneut der Berliner Stadtbezirk Marzahn-Hellersdorf und seine politisch Verantwortlichen. Wie Kulturstadträtin Juliane Witt in der letzten Ausgabe 2017 der regionalen Wochenzeitung „Berliner Woche“ mitteilt, wird die „Galerie M“ an einen anderen Standort im Bezirk verlagert.  Sie war bislang noch relativ zentral im Stadtbezirk ansässig, Allerdings bereits räumlich und programmatisch stark geschrumpft, in einer Ladenzeile verortet. Vor rund drei Jahren war sie unmittelbarer Kulturmittelpunkt und als architektonisches Unikat ein einzigartiger Magnet für die Kulturinteressierten unter der Marzahner Bevölkerung. Dieser Kulturpalast war wegen vorgeblicher Instandhaltungskomplikationen unter Protesten der Bürger einfach abgerissen worden. Künstler und Bürger hatten dagegen Widerstand geleistet, auch weil für das einmalige Gebäudeensemble Denkmalschutz beantragt worden war. Dennoch wurde es auf Veranlassung der DEGEWO-Wohnungsbaugesellschaft liquidiert. Auch Appelle an die Kulturstaatsministerin des Bundes Monika Grütters, dem Kulturfrevel entgegenzutreten, blieben ergebnislos. ++ (ku/mgn/28.12.17 – 373)

http://www.adn46.wordpress.com, http://www.adn1946.wordpress.com, e-mail: adn1946@gmail.com, Redaktion: Matthias Günkel (mgn), adn-nachrichtenagentur, SMAD-Lizenz-Nr. 101 v. 10.10.46

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