Ärzte-Versagen auf hohem Niveau

Berlin, 31. Mai 2017 (ADN). Mehr als 15.000 Menschen hatten im vergangenen Jahr den Verdacht, Opfer eines ärztlichen Behandlungsfehlers geworden zu sein. Darüber berichtet die „Süddeutsche Zeitung“ am Mittwoch. Damit sei die Zahl der Beschwerden nach Angaben des Medizinischen Dienstes gegenüber den Vorjahren erneut gestiegen. Zwei Drittel der betroffenen Patienten überstanden die Fehlentscheidung ohne bleibende Schäden. ++ (mz/mgn/31.05.17 – 152)

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Parteien im Dienste der Cliquen-Wirtschaft

Berlin, 30. Mai 2017 (ADN). „Beim genauen Hinsehen entpuppen sich als die eigentlichen Ziele der Parteien: Macht- und Gelderwerb sowie Staatsbesetzung zugunsten der eigenen Familie beziehungsweise Clique.“ Das stellt der Historiker, Stratege und Geopolitiker an der Führungsakademie der griechischen Marine, Ilias Iliopoulos, in einem Beitrag der jüngsten Ausgabe der Schweizer Wochenzeitung “ Zeit-Fragen“ fest. Das Vertrauen der Menschen in den Staat und seine Repräsentanten sei zerstört. Von diesem Vertrauen aber lebe die Demokratie.

Iliopoulos stützt seine Aussagen auf den Historiker und Gesellschaftstheoretiker Moisej Jakowlewitsch Ostrogorski. Die jüngste Vergangenheit und Gegenwart des Staates Griechenland sei ein klassischer und überzeugender Beweis für die Misere. ++ (dr/mgn/30.05.17 – 151)

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Jährlich stirbt eine halbe Million Menschen an Autoabgasen in Europa

Washington/Berlin, 29. Mai 2017 (ADN). Die unzureichende Durchsetzung der Abgasvorschriften hat es zugelassen, das mehr als 30 Millionen schmutziger Dieselfahrzeuge auf Europas Straßen unterwegs sind. Diesen Vorwurf äußerte Margo Oge in einem am Montag in der Berliner Zeitung „Der Tagesspiegel“ veröffentlichten Gastbeitrag. Dieser Tatbestand, bei dem es sich um Betrug handelt, habe dazu geführt, dass durch die dadurch verursachte Luftverschmutzung pro Jahr etwa eine halbe Million Menschen sterben. 

Oge übt scharfe Kritik an den europäischen Behörden. Sie mögen angenommen haben, dass sie den Herstellern helfen, indem sie Vorschrift lax durchsetzen.“Tatsächlich haben sie den Herstellern aber erlaubt, Milliarden von Euro in eine Technologie zu investieren, die weltweit nicht mehr vermarktet werden kann, und die zu Hause nur noch geringe Aussichten hat.“ Obwohl sowohl die amerikanischen als auch die europäischen Kontrollbehörden jahrlang für dumm verkauft worden sind, habe die zuständige amerikanische Umweltbehörde (EPA) nach dem Dieselskandal schnell und wirksam gehandelt. Im Vergleich dazu sei die Antwort der EU auf Dieselgate sehr zurückhaltend gewesen. Das ist nach Einschätzung von Oge, die 32 Jahre lang für die USA-Umweltbehörde EPA tätig war, die Folge der schwachen Umsetzung der Abgasstandards. ++ (iv/mgn/29.05.17 – 150)

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Kubanische Ärztebrigade von WHO ausgezeichnet

Berlin, 28. Mai 2017 (ADN). Die Weltgesundheitsorganisation der Vereinten Nationen (WHO) hat die kubanische Ärztebrigade „Henry Reeve“ mit dem Preis für öffentliche Gesundheit ausgezeichnet. Das teilt das Nachrichtenportal amerika21.de am Sonntag aus Genf mit. damit werde die Organisation für die weltweiten Solidaritätsleistungen und Noteinsätze gewürdigt. Die Mediziner von der Karibikinsel behandelten im vergangenen Jahrzehnt zahllose Opfer von Naturkatastrophen kostenlos. 

Die Brigade war seinerzeit vom kubanischen Präsidenten Fidel Castro für Einsätze in Katastrophenfällen aufgestellt worden. Anlass war der verheerende Wirbelsturm „Katrina“, der am 25. August 2005 die US-amerikanische Region um New Orleans zerstört hatte. In Reaktion darauf hatte Kuba am 30. August der US-Regierung seine humanitäre Hilfe mit der Brigade angeboten. Bis zu 1.598 Ärzte sollten mit Medizintechnik und Medikamenten zum Einsatz kommen. Das lehnte die Washingtoner Regierung nicht nur ab, sondern erwähnte es nicht einmal.

Solche Einsätze erfolgten dann tatsächlich in vielen anderen Ländern wie bei den Erdbeben in Haiti (2010), Nepal (2015) und in Ecuador (2016). Zu den jüngsten Nothilfen rückten 450 kubanische Ärzte nach Afrika aus. Sie waren zur Behandlung einer großflächig ausgebrochener Epidemien und deren Krankheitsfolgen in Sierra Leone, Guinea und Liberia tätig. ++ (bt/mgn/28.05.17 – 149)

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„Antifaschistischer Schutzwall“ lässt grüßen – Ukraine baut Mauer zu Russland

Kiew/Moskau, 27. Mai 2017 (ADN). „Die Ukraine baut eine Mauer zu Russland, sie heißt sogar so“. Darüber berichtet die „Moskauer Deutsche Zeitung“ (MDZ) in ihrer neuesten Ausgabe aus der russischen Hauptstadt. Alternativ habe man das Bauwerk in der typischen Sprachfolklore der letzten Jahre auf den Namen „Europäischer Wall“ getauft. Der „Antifaschistische Schutzwall“ lasse grüßen.

Gleichzeitig würden viele andere Mauern errichtet, was ungefähr so europäisch sei, wie die Deutsche Demokratische Republik demokratisch war. Seit 2015 sei der Luftverkehr zwischen beiden Ländern gegroundet, nachdem Russland auf eine entsprechende ukrainische Initiative in analoger Weise reagierte. Der Kiewer Infrastrukturminister Wladimir Ormeljan habe dieser Tage geäußert, damals hätte man am besten auch gleich die Zugverbindungen kappen sollen. Zudem habe sich der Vize-Wirtschaftsminister der Ukraine Maxim Nefedow wieder einmal für einen radikalen Schnitt ausgesprochen: „Umso weniger uns mit dem Osten verbindet, desto schneller integrieren wir uns in den Westen.“ Bereits in den vergangenen Jahren waren Verbote für den Buch-, Film- und Fernsehmarkt erlassen worden. Sogar das Tragen des Georgsbands sei unter Strafe gestellt.

Bemerkenswerterweise hatte die MDZ zwei Tage zuvor über eine Studie von Genforschern berichtet. Sie hätten herausgefunden, dass die Russen „aus europäischem Holz geschnitzt sind“. 89,5 Prozent der DNA der untersuchten Personen seien auf europäische Wurzeln zurückzuführen. ++ (sc/mgn/27.05.17 – 148)

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„Selig sind die, die Frieden stiften“ – Käßmann verteidigt Kirchensteuer-Einzug durch den Staat

Berlin, 26. Mai 2017 (ADN). „Selig sind die, die Frieden stiften“. Das ist eine kurze Teilantwort auf die Frage wie politisch ein Kirchentag ist. Sie kommt von der Botschafterin des Rates der Evangelischen Kirchen Deutschlands (EKD) für das Reformationsjubiläum, Margot Käßmann, am Freitag in einem Interview mit dem Deutschlandfunk. Kirchen sollen nach ihrer Auffassung Parteien nicht bewerten. Dennoch würden die Programme der Parteien genau angesehen. Der Blick in die Programmatik der Alternative für Deutschland (AfD) habe zu der Erkenntnis geführt, dass Menschen herabgesetzt und degradiert werden. Das sei Rassismus. Migranten, die Obdach und Asyl in Deutschland suchen, hätten Rechte – auch auf Arbeit und Integration. Gleiches gelte für die Religionsfreiheit. Als dies im 17. Jahrhundert noch nicht der Fall war, hätten auf europäischem Territorium Religionskriege getobt.

Auf die Frage, ob sich die Kirchen für den Einzug der Kirchensteuern durch den Staat bei diesem bedankt, sagte Käßmann: „Wir bezahlen den Staat dafür“.  Die Evangelische Kirche sei nicht die Kirche von Parteien und nicht deren Klaqueure. Im Mittelpunkt des derzeit in Berlin und Wittenberg veranstalteten Evangelischen Kirchentages unter dem Motto „Du siehst mich“ stünden die Probleme der Menschen wie Armut, Kinderarmut oder heruntergekommene Schulen. Auf die Feststellung des Moderators, dass dies Ergebnis der jahrzehntelangen Politik christlicher Parteien ist, ging die Kirchenrepräsentantin nicht näher ein.  ++ (re/mgn/26.05.17 – 147)

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Berlins illusorische Prognosen für 2025

Berlin, 25. Mai 2017 (ADN). Zum Himmelfahrtstag schwebt Berlin wieder einmal im siebenten Himmel – der Illusionen. Die „Berliner Zeitung“ wagt in einer Sonderbeilage eine Prognose, wie die Stadt im Jahr 2025 wohl aussehen könnte. Absichtsvoll hat man einen überschaubaren, nur acht Jahre umfassenden Zeitraum ausgewählt. Dennoch wird vorsichtshalber vorausgeschickt, dass alles ganz anders ausgehen könnte. Befragt werden Prominente, Politiker und Experten zum Städtebau, zum städtischen Verkehr und anderen urbanen Sektoren.

Als besonders zäh und veränderungsresistent dürfte sich nach den Voraussagen der Politikbetrieb erweisen. Vieles spreche dafür, dass die Beharrungskräfte im politischen System noch größer sind als in anderen gesellschaftlichen Bereichen. Dazu wird Günter Grass aus dem Jahr 1972 zitiert: „Der Fortschritt ist eine Schnecke.“++ (bl/mgn/25.05.17 – 146)

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