USA-Militärkrankenhaus der Superlative entsteht mitten in Deutschland

Weilerbach/München,  4. April 2017 (ADN). Über ein fast gespenstisches und klammheimliches, aber tatsächliches Geschehen mitten in Deutschland berichtet die „Süddeutsche Zeitung“ (SZ) am Dienstag. In Rheinland-Pfalz, bei Ramstein, bei Weilerbach liege eine sehr besondere Baustelle. Bis Kuwait-Stadt sind es 4.059 Kilometer und bis Kabul 5.199 Kilometer. Noch wichtiger sei jedoch, dass ein Flug von Al Rayyan, Katar, dorthin nur sechs Stunden dauert, nicht 13, wie bis nach Washington. Weiter schreibt die Autorin Gianna Niewel: „Amerika baut ein Krankenhaus: 120 Untersuchungsräume, neun Operationssäle, 68 Betten. Geplante Kosten: 990 Millionen US-Dollar, das sind, den Wechselkurs berücksichtigt, jetzt schon um die 200 Millionen mehr als die Kosten für die fertig gebaute Elbphilharmonie. Es soll das größte Krankenhaus für US-Soldaten außerhalb der Vereinigten Staaten werden. Darum geht es vordergründig.“ Bis das neue gigantische Hospital frühestens 2022 fertig wird, werde im alten Militärkrankenhaus in Landstuhl operiert und behandelt. Sein Chef, David Sproat, erläutert in aller Ausführlichkeit die Abläufe nach Ankunft von C17-Frachtmaschinen, die verwundete amerikanische Soldaten aus dem Nahen Osten und Afrika ins Krankenhaus einfliegen.

Die Kommunalpolitiker vor Ort befinden sich im Zwiespalt und sogar in beängstigender Ahnungslosigkeit. Als die Amerikaner mit dem Bau längst angefangen hatten, waren nur Gerüchte von dem Baugeschehen an ihr Ohr gedrungen. Weilerbachs Bürgermeisterin Anja Pfeiffer hatte von keinem General Bescheid bekommen, obwohl die Baustelle zwar militärischer Sicherheitsbereich ist, aber sich auf dem Boden der Gemeinde und Gemarkung Weilerbach befindet. Seltsam und rätselhaft sind auch die Zuständigkeiten. „Die Amerikaner haben die Bundesregierung mit dem Bau beauftragt, aber der Bund hat keine eigene Bauverwaltung. Also hat Rheinland-Pfalz übernommen, und das gerne. Nächste Frage. Der Bund beteiligt sich mit 151 Millionen Euro an den Planungskosten, der ganze Baustellenschutt wird über ihre Straßen gefahren, hat Weilerbach davon Vorteile ?“, fragt die SZ. Die Merkwürdigkeiten und Klandestinitäten haben kein Ende. ++ (mi/mgn/04.04.17 – 094)

http://www.adn46.wordpress.com, http://www.adn1946.wordpress.com, e-mail: adn1946@gmail.com, Redaktion: Matthias Günkel (mgn), adn-nachrichtenagentur, SMAD-Lizenz-Nr. 101 v. 10.10.46

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