ICE-Strecke durch Thüringer Wald für Güterverkehr zu steil

Erfurt, 10. Juni 2016 (ADN). Die ICE-Neubaustrecke von Erfurt nach Nürnberg ist für den Güterverkehr ungeeignet. Darüber berichtet die Erfurter „Thüringer Allgemeine“ am Freitag. Die im Dezember 2017 in Betrieb zu nehmende Eisenbahnverbindung durch den Thüringer Wald erweise sich als zu steil. Der Schienenstrang, der insgesamt zehn Milliarden Euro kostet, könne für den Güterverkehr nur mit Einschränkungen genutzt werden. Entweder die Züge könnten nicht voll beladen werden oder es seien zusätzlich Schiebelokomotiven anzuspannen.

Nach dem vor wenigen Tagen in der Schweiz in Betrieb genommenen, als Jahrhundertbauwerk der Bergbau- und Eisenbahntechnik gepriesenen Gotthard-Basistunnel liefert damit die Deutsche Bahn AG erneut übezeugende Beweise für Fehlplanungen und kostenträchtige Verkehrsbauwerke. Folge dieser Art Ineffizienz ist, dass eine Güterzugfahrt von Halle nach Nürnberg 2.180 Euro kostet und die Nutzung der Altstrecke durch das Saaletal nur 985 Euro. Zwar sei die neue Strecke 30 Kilometer kürzer und die Steigungen etwas günstiger. Dennoch erfülle das Neubauvorhaben nicht die Erfordernisse modernen Schienenverkehrs. ++ (vk/mgn/10.06.16 – 155)

http://www.adn46.wordpress.com, http://www.adn1946.wordpress.com, e-mail: adn1946@gmail.com, Redaktion: Matthias Günkel (mgn), adn-nachrichtenagentur, SMAD-Lizenz-Nr. 101 v. 10.10.46

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