Kirchen genauso gesellschaftsrelevant wie Sportvereine

Magdeburg, 11. März 2016 (ADN). Die Evangelische Kirche hat viel mehr Mitglieder als alle Sportvereine. Diesen äußerst gewagten Vergleich zog die Landesbischöfin der Evangelischen Kirche Mitteldeutschlands, Ilse Junkermann, am Mittwoch in der Radiosendung MDR aktuell. Sie versuchte damit die ungeheuren staatlichen Geldzuwendungen zugunsten der Kirchen allgemein und zum Reformationsjubiläum 2017 im Besonderen rechtfertigen. Um die 500. Wiederkehr des Thesenanschlags an der Schloßkirche zu Wittenberg zu feiern, wird es im nächsten Jahr acht Kirchentage geben. Davon finden allein vier auf dem Territorium Sachsen-Anhalts statt. Nach Auffassung von Junkermann sind das keine innerkirchlichen Veranstaltungen, sondern haben höchste höchste öffentliche und gesellschaftliche Relevanz. Der öffentliche Dialog mit den Bürgern stünde im Vordergrund und sei angesichts zweier deutscher Diktaturen nötiger denn je. So wie der Sport der körperlichen Ertüchtigung diene, sorge die Religion für geistige Erbauung.

Hintergrund des Rundfunkfunk-Interviews war der Tatbestand, dass in Sachsen-Anhalt nur 15 Prozent der Bevölkerung zur evangelischen Kirche gehören und demzufolge rund 80 Prozent der 4,7 Millionen Euro teuren Kirchentage aus Steuermitteln bestritten werden. Junkermann sprach sich zudem für eine staatliche Finanzierung muslimischer Gemeinden in Deutschland aus. ++ (re/mgn/11.05.16 – 125)

http://www.adn46.worpress.com, http://www.adn1946.wordpress.com, e-mail: adn1946@gmail.com, Redaktion: Matthias Günkel (mgn), adn-nachrichtenagentur,  SMAD-Lizenz-Nr. 101 v. 10.10.46

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