Parlamente brillieren mit neuen Sprachschöpfungen

Erfurt, 25. April 2016 (ADN). Deutschlands Landesparlamente glänzen gerne mit Problemdiskussionen und Entscheidungen, die Nebensächlichkeiten betreffen. Derzeit tut dies der Thüringer Landtag, in dem die gravierende Debatte darüber geführt wird, ob die in den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts an den Universitäten gebildeten Studentenwerke ihren Namen zu Recht tragen oder nicht. Sie seien nun in „Studierendenwerke“ umzubennen, weil die traditionelle Bezeichnung maskulin-lastig ist. Der Name „Studentenwerk“ entspreche nicht mehr dem Gleichberechtigungsgrundsatz zwischen Mann und Frau sowie der modernen Zeit. Offensichtlich frönen Thüringens Hochschulpolitiker – wie bereits andernorts in Berlin und Nordrhein-Westfalen – mit Leidenschaft dem Zeitgeist. Er ist der Flasche entwichen und erfüllt nun die sprachschöpferische Kreativität der sogenannten Volksvertretungen. Es ist von Glück zu reden, dass noch kein Anglizismus ins Gespräch gebracht wurde. Diese Debatte wird dann den Akteuren der nächsten Legislaturperiode überlassen. Denn mit irgendwas müssen sich die auch beschäftigen.  ++ (bi/mgn/25.04.16 – 115)

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