NSU-Prozess kostet 45 Millionen Euro – Reichlich sprudelnde Geldquelle für Anwälte

München, 10. Oktober 2015 (ADN). Der Prozess um den Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) könnte bis zu seinem absehbaren Ende im Mai 2016 Kosten in Höhe von rund 45 Millionen Euro verschlingen. Das teilt die „Süddeutsche Zeitung“ (SZ) in ihrer Wochenendausgabe mit und beruft sich dabei auf Aussagen des früheren Präsidenten des Münchner Oberlandesgerichts, Karl Huber. Danach verursache das Verfahren täglich 150.000 Euro. Bis Februar dieses Jahres sei bereits eine Summe von 30 Millionen Euro aufgelaufen.

Zu einigen Einzelpositionen schreibt die SZ: Jeder Verteidiger und Nebenklagevertreter hat Anspruch auf Sitzungsgeld. Wenn eine Anwältin  – oft von weit her – zum Prozess in München reist, stehen ihr 356 Euro Grundgebühr zu. Zusätzlich 178 Euro, wenn die Verhandlung länger als fünf Stunden dauert. Und noch einmal 356 Euro , wenn der Prozesstag sich über mehr als acht Stunden zieht. Das ist schon öfter vorgekommen. Der längste Tag endete abends um 20.45 Uhr. Normalerweise erhalten die Anwälte einen Tagessatz von 534 Euro, denn länger als fünf Stunden dauert fast jeder Sitzungstag.  ++ (ju/mgn/10.10.15 – 273)

http://www.adn46.wordpress.com, http://www.adn1946.wordpress.com, e-mail: adn1946@gmail.com Redaktion: Matthias Günkel (mgn), adn-nachrichtenagentur, SMAD-Lizenz-Nr. 101 v. 10.10.46

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